Der Sequenzgedanke bei der Unterrichtsplanung Sek. II

 

Unterricht wird nicht geplant als Folge isolierter Einzelstunden – die Einzelstunden haben vielmehr Funktion in einem längeren Lernzusammenhang, in einer Stundensequenz (Unterrichtsreihe / Unterrichtsvorhaben).

 

Sequenzen sind geprägt durch…

 

-         die Progression in den Lernprozessen

 

-         die wachsende Komplexität der Untersuchungsgegenstände

 

-         die thematische Verknüpfung

 

-         die Möglichkeiten sowie die Notwendigkeit der Aktivierung von Vorwissen (Theoriekenntnisse, Faktenwissen, Methodenwissen und Prozesswissen)

 

Deutlich wird dies vor allem:

 

-         durch den sich steigernden Grad der notwendigen Selbstständigkeit bei der Bearbeitung und Lösung der gestellten Aufgabe

 

-         durch die sich steigernden inhaltlichen Anforderungen

 

-         durch zunehmende Komplexität im Verhältnis von Text und Aufgabenstellung

 

-         durch die zunehmende Vernetzung der in den Aufgabenstellungen sich spiegelnden Anforderungen im Hinblick auf historische Zusammenhänge, thematische Strukturen, methodische Voraussetzungen und gattungsspezifische Aspektuierungen

 

-         in wachsenden Anforderungen an die Fähigkeit zu differenzierterer Darstellung (stilistische und sprachliche Variabilität, Flexibilität und Sicherheit)

 

-         in der gesteigerten Erwartung von Transfer‑ und Urteilsleistungen

 

[nach: Aufgabenbeispiele für das Fach Deutsch. Sekundarstufe II. NRW. 2000, S. 13]

 

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