Funktionale Grammatik – Reflexion über Sprache  (Günther Einecke, I/2004) – in Arbeit -

 

*                 „Welche Funktionen denn?“          - Über die Funktionen grammatischer Phänomene reflektieren

- die Leistungen sprachlicher Mittel erproben

 

 

 

 

= Kleine grammatische Teilsysteme – vor allem unter semantischem Aspekt

                        Teilsysteme können jeweils schon bei verknüpfender, vergleichender Einführung entstehen

oder aber nach verschiedenen getrennten Einführungen als Überblickswissen / Orientierungswissen zusammengestellt werden

 (→ Plakate im Klassenraum)

 

Grammatisches, sprachliches Phänomen

Spezifische Form-Merkmale; grammatische Funktionen; Beispiele; zur Differenzierung für die Lehrperson

Funktionen: semantische, kommunikative, kontextuelle, situative → Wozu dient das grammatische Phänomen? Was leistet es?

Typische Kontexte der Re­zeption oder Produktion – Kontexte der unterrichtli­chen Behandlung

Wortarten

 

 

möglichst nicht gleichzeitig mit Satzgliedern

Nomen

Artikel als Begleiter möglich; ersetzbar durch Pronomen; Flexion: Genus (Maskulinum, Femininum, Neutrum) – Numerus (Singular, Plural) – Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ); Abstrakta – Konkreta; Großschreibung;

referentielle Funktion: „Nomen erschließen die Welt“ – zentral die ist Benennungsfunktion: Gegenstände, Lebewesen, Personen (und Namen), Gefühle, Ideen, Gedachtes…;

Leistung der Differenzierung: z.B. Gefühlsbegriffe (s. Wortfeld)

Steckbrief; Produktbeschreibung; Organisation einer Ausstellung mit Kärtchen an den Objekten; Umgang mit Wörterbuch und Lexikon; Vorstellung von neuen Gegenständen; richtige Wortwahl beim Beschreiben von Personen, Sachen oder Teilen eines Sachverhalts; Überarbeitung von Texten; Wortschatzübung; Wortbildung; Grundwortschatz Rechtschreibung;  Sachsprache und vor allem Fachbegriffe in höheren Klassen;

Verb

Konjugation: Person (1. ich, 2.  du…) – Numerus (Singular, Plural) – Tempus (Präsens, Präteritum…) – Modus (Indikativ, Konjunktiv…); Infinitiv „gehen“ – Personalform/finite Form „du gehst“; Partizip I „suchend“ – Partizip II „gesucht“; vorrangig als Prädikat; Kleinschreibung;  häufig Nominalisierung;

bezeichnet alle Arten von Aktivitäten:

-     Handlungen: „sie kaufen Milch“;

-     Tätigkeiten: „sie schauen zu“;

-     Vorgänge: „das Auto stürzt ab“;

-     Zustände: „wir schlafen“;

wesentlich die Beobachtung, ob ein handelndes Subjekt agiert, zuständig, verantwortlich ist (s. Passiv), welche Motive es hat; die Art der Handlung: gezielt, bewusst, unbewusst, aus Versehen…; die Ursachen und Folgen…

Erzählungen mit großem Einfluss von  Aktivitäten in den Handlungsschritten; angemessene Wahl der Verben bei eigenen Erlebniserzählungen;

Kriminalgeschichten mit tatentscheidenden Handlungen;

Vorgangsbeschreibungen / Gebrauchsanleitungen mit sachlich / fachlich korrekten Verben;

Übungen zur Wortwahl: Variation

Adjektiv

als Attribute; als Prädikativ mit Form von „sein“: „die Uhr ist alt“; Flexion; Kleinschreibung; häufig Nominalisierung; Partizipien als Adjektiv: „die bemalten Fenster“

-     beschreiben: „der zerfranste Stoff“

-     charakterisieren: „mit müden Bewegungen“

-     bewerten: „ein fleißiges Kind“

-     werben: „bärenstarke Gebrauchtwagen“

-     ästhetisieren: „ein lichter Frühlingstag“

-     einen festen Sachverhalt benennen: die „Gelbe Karte“;

Tierbeschreibung; Personenbeschreibung; Steckbrief; Gegenstandsbeschreibung; Erzähltexte mit entsprechenden Teilen; oft in der Moral einer Fabel; Redewendungen und Sprichwörter: „arm aber sauber“; Werbung;

Adverb

nicht flektierbar; Stellung beim Prädikat; oft durch andere Formen der adverbialen Bestimmung ersetzbar;

interrogative Adverbien: wo? wann? warum? (von Interrogativpronomen unterscheiden!)

präzisiert die Verbstelle im Satz: nähere Angabe zur Handlung, zum Vorgang etc.:

„er füttert mittags die Fische“; „wo treffen wir zwei wieder zusammen?“

s. adverbiale Bestimmungen

Präposition

vorrangig in Präpositionalgruppen (mit Nomen/Pronomen); keine Flexion; Kleinschreibung; selten Nominalisierung: „das Auf und Ab“

Bezüge herstellen:

-     lokale Bezüge „an der Mauer“,

-     temporale Bezüge „nach dem Essen“,

-     logische Bezüge „wegen des Besuchs“, „trotz des Regens“

Wegbeschreibung; Ortsprospekt…;

Textüberarbeitung;

s. adverbiale Bestimmungen

Konjunktion

nebenordnend bei grammatisch gleichrangigen Teilen (Wörter, Sätze): und, oder, aber - „eine Henne und ein Hahn“; unterordnend zwischen Haupt- und Gliedsätzen: weil, als, bis… - „er kam, weil er…“, „sie hörte, dass er…“

Handlungen, Vorgängen, Dingen… verbinden; Formen der Reihung und Akkumulation: „Sie gingen und suchten und fragten und fanden schließlich…“;

reihend: „und, oder“; kontrastierend: „sie saßen, aber sie hörten gut zu“;

im Zusammenhang mit: Satzreihe / Satzgefüge / Gliedsätze;

bei Erzähltexten zur temporalen Verknüpfung: als, nachdem, während…;

bei der Redeanalyse: Konjunktionen als Signalwörter der argumentativen Verknüpfung: weil, obwohl, damit…

Interjektion

ah, ach…; nicht flektierbar

Emotionen signalisieren

bei wörtlicher Rede in Erzähltexten; in szenischen Texten

Pronomen:

als Stellvertreter von Nomen: „eine Frau – sie hat…“

als Begleiter von Nomen: „diese Frau hat…“

textuelle Verflechtung – im Normalfall bei Ersteinführung einer Person oder Sache das Nomen, bei Wiederaufnahme das Pronomen; zur Vermeidung von Verwechslungen oder zur Erinnerung auch später wieder das Nomen

Rätsel; Textüberarbeitung eigener Geschichten: vermeidbare Wiederholung von Nomen nach der Ersteinführung;

Personalpronomen

ich, du, er…; flektiert nach Fällen:

Er kommt – wir gedenken seiner – sie gibt ihm – sie sehen ihn

Figuren im Text bezeichnen; das erzählende Ich sowie seine Beziehungen zu anderen Figuren herausstellen – in Er/Sie-Erzählungen die Protagonisten unterscheiden

Erzählungen; Anekdoten;

Briefe, Tagebuch; Unfallbericht;

auktoriale Erzählungen mit Erzähler-Ich und Leser-Du

Possessivpronomen

mein, dein, sein…; flektiert: meinen Kamm, ihre Bücher…

Besitzverhältnisse, Zugehörigkeiten bezeichnen – Relationen herstellen

dito.

Reflexivpronomen

sie fragt sich (gegenüber: sie fragt ihn [Personalpronomen])

auf die agierende Person rückbezüglich

dito.

Relativpronomen

der Postbote, der…; die Frau, welche…

leitet Relativsätze ein; verknüpft eine Aussage im Relativsatz mit dem Bezugswort → zur Präzisierung der Nominalstellen im Satz

bei Beschreibungen

Indefinitpronomen

manche, alle, einige, jeder…

grobe Angaben über Personen und Sachen, über die Anzahl, über die Zuständigkeit…, wenn man nicht genauer sein kann oder will

dito.

Demonstrativpronomen

diese, jene,…

Bezug auf etwas in unmittelbarer Nähe oder in der Ferne herstellen

Erzähltexte

Fragepronomen

wer? welche? was für ein?  – Interrogativpronomen zu unterscheiden vom interrogativen Adverb: Wo? Wann?

nach etwas oder jemand fragen, das/der noch unbekannt ist

Rätsel; Fragespiele;

Anredepronomen

persönliche Anrede „du“ – höfliche Anrede „Sie“

Kontaktaufnahme in der Kommunikation; Unterscheidung von Nähe und Distanz

Briefe; Email; wörtliche Rede in Erzähltexten; szenische Texte

Wortartenwechsel

Verb → Nomen: schlafen - das Schlafen / Verb → Adjektiv: trinken – trinkbar / Nomen → Verb: Wasser – wässern / Nomen → Adjektiv: Ägypten – ägyptisch / Adjektiv → Nomen: schnell – Schnelligkeit / Adjektiv → Verb: schön – beschönigen / Pronomen → Nomen: ich - das Ich / Pronomen → Verb: du – duzen

Wortschatzerweiterung; Formulierungsvarianten: ein Läufer von großem Wuchs → ein großwüchsiger Läufer;

Ableitungen: z.B. Nomen: -heit, -keit, -tum, -ung; schön - Schönheit, dankbar – Dankbarkeit; z. B. Adjektive: -lich, -bar, -haft, -isch, -ig, -sam, -en; Fürsorge - fürsorglich, Furcht - furchtbar, Grauen - grauenhaft, Bauer - bäurisch, Macht - mächtig, Mühe – mühsam;

Rechtschreibentscheidungen; Textüberarbeitung; Fehlerkorrektur; Wortschatzerweiterung; 

Nominalstil vermeiden:

„Unsere Verständigung mit den Austauschschülern klappte gut.“ → „Wir konnten uns gut mit den Austauschschülern verständigen.“ – „Die Bevorzugung von verbalen Formulierungen ist zu empfehlen.“ → „Man sollte möglichst verbal formulieren.“

 

 

 

 

 

Syntax

Form-Merkmale

Funktionen

Kontexte

Satzglieder:

 

 

möglichst nicht gleichzeitig mit Wortarten

Subjekt

in der Normalstellung (S-P-O) das vordere Satzglied; Kongruenz in Person und Numerus mit dem Prädikat; nominaler Teil der Satzaussage; Satzgliedstelle besetzt durch Nomen, Pronomen oder Subjektsatz; zu ermitteln durch Fragenprobe: Wer? Was?

-     Handlungsträger: „Der Polizist hat ihn gerettet.“;

-     Satzgegenstand = das, worüber etwas ausgesagt wird: „Das Bild hängt schief.“ – „Dass sie gekommen ist, hat mich gefreut.“

Subjekt und Prädikat im Verbund behandeln; bei einfachen Handlungssätzen;

z.B. bei Situationen des Aufklärens (Detektiv- und Suchgeschichten): Wer hat etwas getan? – Was hat jemand getan?

Prädikat

verbaler Teil der Aussage; die  finite Form (Personalform); Flexion richtet sich nach Person und Numerus des Subjekts, außerdem nach Tempus und Modus; mehrteilige Prädikate mit finiten und infiniten Formen: „sie wollte gehen können“; Prädikatsklammer: „Sie haben doch den Täter gesehen!“; zu ermitteln mit der Umstellprobe

 

 

es prädiziert den Satzgegenstand, das Subjekt

Satzaussage = es sagt, was jd. tut, was geschieht; Kern des Satzes; gibt Hinweise  auf Tempus und Modus einer Handlung, Tätigkeit…;

s. Subjekt

Objekte:

 

 

 

 

 

Akkusativobjekt

 

 

 

 

 

 

Dativobjekt

 

 

 

 

 

 

Präpositionalobjekt

Satzglieder, die man mit Wofür? Worauf? Wonach?  usw. erfragt: „Sie dankten dem Inspektor für seinen Einsatz.“ → Wofür  (dankten sie ihm)? - Das „wo...“ in „wofür, wonach, worauf, woran“ dient bei Präpositionalobjekten nicht dazu, nach einem Ort zu fragen! - Präpositionalobjekte stehen nach Verben mit Präpositionen wie: achten auf, sich besinnen auf, denken an, sich erinnern an ... - Die Präposition gehört fest zum Verb: Der Inspektor hofft auf Hilfe.

 

 

 

 

 

Genitivobjekt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adverbiale Bestimmungen:

drei Formen: als Einzelwort = Adverb, als Wortgruppe = Präpositionalgruppe, als Satz =  Adverbialsatz;

genauere Angaben zu einer Handlung oder einem Vorgang machen → präzisiert die Verbstelle im Satz

Präzisierung beim Berichten und Erzählen; Vorgangsbeschreibung;

Temporadverbial

 

 

 

 

Lokaladverbial

 

 

 

 

Modaladverbial

 

 

 

 

Kausaladverbial

 

 

 

 

Satzteile:

Form-Merkmale

Funktionen

Kontexte

Attribute:

 

genauere Angaben zu einer Person oder Sache machen; präzisiert die Nominalstelle im Satz

 

Adjektivattribut

 

 

 

 

 

Genitivattribut

 

 

 

 

 

Präpositionales Attribut

 

 

 

 

 

 

Relativsatz

 

 

 

 

Satzarten:

 

 

 

Einfacher Satz:

 

 

 

Aussagesatz

 

 

 

 

Fragesatz

 

 

 

 

Aufforderungssatz

 

 

 

 

Komplexer Satz:

 

 

 

Satzreihe

 

 

 

 

Satzgefüge

 

 

 

 

 

Gliedsätze:

Form-Merkmale

Funktionen

Kontexte

Adverbialsätze:

 

 

 

 

 

Temporalsatz

 

 

 

 

Lokalsatz

„sie trafen sich, wo die Brücke über den Fluss führt“

 

 

Modalsatz

 

 

 

 

Kausalsatz

 

 

 

 

Finalsatz

 

 

 

 

Konsekutivsatz

 

 

 

 

Konzessivsatz

 

 

 

 

Inhaltssätze

 

 

 

 

 

 

 

 

Subjekt- / Objektsätze

 

 

 

 

Indirekte Fragesätze

 

 

 

 

 

 

 

 

Grammatische Verfahren

Form-Merkmale

Funktionen

Kontexte

Flexion

Beugung von Wörtern

 

 

Deklination

Beugung von Nomen: die Fälle (Kasus): Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ / Singular, Plural

z.B. Subjekt und die verschiedenen Objekte markieren

 

Konjugation

Beugung von Verben:

nach Tempus, Person, Numerus, Modus

 

 

Wortbildung:

 

 

 

Zusammensetzung / Komposita

aus Grundwort und Bestimmungswort

 

 

Ableitung

aus: Stamm + Präfix/Suffix

 

 

 

Entlehnung

übernahmen aus Fremdsprachen unter Eindeutschung in der Form

 

 

 

Syntaktische Verfahren:

 

 

 

Tempora:

 

 

 

Präsens

 

 

 

 

 

Präteritum

 

 

 

 

 

 

 

 

Perfekt

 

 

 

 

 

Plusquamperfekt

 

 

 

 

 

Futur

 

 

 

 

 

Tempuswechsel

 

 

 

 

Modalität:

Form-Merkmale

Funktionen

Kontexte

Aktiv - Passiv

 

 

 

 

Imperativ

 

 

 

 

Indikativ

 

 

 

 

Konjunktiv I

 

 

 

 

 

Konjunktiv II

 

 

 

 

 

Modalverben

 

 

 

 

 

Kongruenz

grammatische Übereinstimmung; Fehler z.B. „Nennen Sie mir bitte noch eine weitere Zugverbindung, nach dem der um acht Uhr zehn ab Regensburg fährt.

 

 

 

 

Flexion

 

 

 

 

Inversion

 

 

 

 

Parataxe

 

 

 

 

Hypotaxe

 

 

 

 

Ellipse

 

 

 

 

Verklammerung/Spaltung:

 

 

 

Prädikatsklammer

 

 

 

 

Satzklammer

 

 

 

 

Linkserweiterung

 

 

 

 

Rechtserweiterung

 

 

 

 

 

 

 

 

Operationale Verfahren

Form-Merkmale

Funktionen

Kontexte

Wortschatz erweitern:

 

 

 

Wortfamilie

Wörtern mit gleichem Wortstamm: fahren → Fahrer, Fährte, Furt, Gefahr, Gefährte…

Zusammenhang zwischen Wörtern

nach Varianten zu einem Wort suchen; die Rechtschreibung herleiten

Wortfeld

Synonyme; Wörter mit verwandter Bedeutung: gehen, laufen, rennen, schleichen

 

Bedeutungsdifferenzierung

nach Varianten zu einem Wort suchen; z.B. Pantomimen zum Wortfeld „gehen“; Thesaurus eines PC-Schreibprogramms nutzen

semantisches Feld

der Bedeutung nach verwandte Wörter zu einem Wort im Text:  z.B. ein Feld der „Freude“: „lächeln, jubelnd, strahlende Augen, sie reißen die Arme hoch, klopfen sich auf die Schultern, Jauchzer“

 

 

thematischer Wortschatz

der für ein Fachgebiet typische Wortschatz

einen Sachbereich lexikalisch abbilden:

PC, Tastatur, Maus, Monitor, multimedial, CD-ROM, mailen …

im Zusammenhang von Sachtexten;

bei Neueinführung von Schlüsselproblemen;

fachspezifisches Vokabular erstellen (Wandposter): Begriffe der Lyrik

„Proben“ anwenden:

operationale Verfahren

durch sprachliche Manipulationen Beobachtungen an Texten vollziehen

Vorgänge der Sprachreflexion, der Texterstellung und Textüberarbeitung

Ergänzungsprobe

Beispiel:  Das verrostete Rad liegt im Bach. → Das verrostete Rad meines Opas liegt im Bach.

vor allem zur Präzisierung, Detaillierung durch Attribute, freie Satzglieder, Adverbiale, Gliedsätze etc.

 

Weglassprobe

Das verrostete Rad liegt im Bach. → Das Rad liegt im Bach.

 zur Verknappung auf den Kernsatz hin; lässt Attribute und freie Satzglieder erkennen etc.

 

Ersatzprobe

Das verrostete Rad liegt im Bach. → Das gesuchte Rad liegt im Bach.

vor allem zur Arbeit am Wortschatz, zur Variation innerhalb einer Wortart, einer Satzgliedfüllung etc.

 

Umstellprobe

  Das verrostete Rad liegt im Bach. Im Bach liegt das verrostete Rad.

zur Feststellung des Prädikats (Prädikatskern, finites Verb) und der in einem Satzglied zusammengehöri­gen Wörter, zur Akzentuierung (z.B. Inversion) etc.

 

Klangprobe

Das verrostete Rad liegt im Bach. → z.B. Das verrostete Rad, es liegt im Bach.

z.B. zur Hervorhebung durch Satzbruch; zur Feststellung der Satzart, des Sinnakzents etc.

 

Umformungsprobe

Transformation ganzer Strukturen:  „Er kommt nach dem Essen. → Er kommt, wenn er gegessen hat.“

besonders zur Variation der Syntax und Erarbeitung syntaktischer Regeln und Möglichkeiten

 

W-Fragen-Probe

Mutter entdeckte das Rad im Bach. - Wer entdeckte das Rad im Bach? ¦Mutter¦ -

Was entdeckte Mutter? ¦das Rad im Bach¦ oder nur ¦das Rad¦ -

Wo entdeckte sie es? ¦im Bach¦

zum Erfragen der Satzglieder; dabei wird zunächst mit der Umstellprobe (s.d.) das Prädikat ermittelt; dieses wird dann in den Fragen benutzt = möglichst „im ganzen Satz fragen“ (sonst entstehen Probleme bes. bei Präpositionalobjekten und Präpositionalgruppen als Attributen).

Je nach Antwort auf die W-Fragen gibt es noch eine Differenzierung: hier im Beispiel ein Lokaladverbial oder ein präpositionales Attribut.

 

Passiv-Aktiv-Probe

Die Frau flickte den Reifen. → Der Reifen wurde von der Frau geflickt.

Aus Bonn wird soeben gemeldet, dass... →  Die Presseagentur Reuter meldet soeben aus Bonn, dass...

Der Abgeordnete wurde bestochen.

- zum Wechsel der Perspektive: Aktiv vom Subjekt aus gesehen, im Passiv wird das Objekt zum Subjekt des Satzes.

- zur Identifikation von handelndem Subjekt und Objekt in Zweifelsfällen, spez. bei Inversion und in Schlag­zeilen der Medien.

- zur Herausstellung der Leerstelle bei Verschleierung der Handlungsträger (u.a. in Medientexten)

 

Was für...?-Probe

die Frage wird auf ein Nomen gerichtet:  Zwei Polizisten und ein verletzter Autofahrer ...

Was für ein Autofahrer? ein „verletzter“

zur Ermittlung der Attribute

 

 

Segmentierung

Binnengliederung von Sätzen:

z.B. Man soll sich mit der linken Hand am Griff festhalten. → Man soll sich [mit der linken Hand] [am Griff] festhalten.  → Man soll sich [mit der linken Hand am Griff] festhalten.

zur Feststellung von zusammengehörigen Satzteilen und Phrasen (in Verbindung mit der Klangprobe)

 

 

Bedeutung erschließen:

Form-Merkmale

Funktionen

Kontexte

Paraphrase

Übersetzung von Texten und Formulierungen in andere Codes, in eigene Sprache:  Das Fahrrad des Großvaters rostet im Bach vor sich hin. → Opas altes Rad liegt seit langem im Bach.

besonders zur Variation im Ausdruck, vor allem zum Vereinfachen; zum Erschließen des Gemeinten

 

 

Homonyme

 

 

 

 

Oberbegriff/Unterbegriff

 

 

 

 

Entschlüsselungen:

 

 

 

Ironie

Ironiesignale:

 

 

 

Metapher

Signale bildlichen Sprechens:

 

 

 

Konnotation