Grammatik-Werkstatt

 (Eisenberg / Menzel  - PD Sonderheft 1995)

 

Eisenberg/Menzel sprechen gegen:

1) formal-systematischer Grammatikunterricht:

                      Vermittlung der Ergebnisse einer „Grammatik“

 

2) situationsorientierter Grammatikunterricht:

                      wissenschaftlicher Aspekt fehlt: Sprache als Gegenstand

                      Sprache nur im Dienst der Kommunikation

 

sie plädieren für:

eine „Werkstatt“ =               

       

 
wissenschaftspropädeutisch

        genetische Methode: Rückführung in die Originalsituation

        radikal induktiv - ohne Vorwissen

        Schülerinnen und Schüler entwickeln selbst grammatische Kategorien

 

     Beobachtung des Regelhaften

     Beobachtung des Fehlerhaften

     Beobachtung des Anderen (Mundart...)

     Experimente mit Sprache - operationale Verfahren wie Umstellprobe ...

     über Sprache sprechen

     Rekonstruktion der Grammatik

 

 

die zue Tür ►Formklassen der Adjektive

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Kritik an ihrem Ansatz:

-      handlungsirrelevante Fragen ! - nur System-Konstruktion !

-      Kenntnis des Zu-Findenden vorausgesetzt

-      selbstgeschaffene Probleme nur zur Grammatik-Konstruktion

-      kein Zusammenhang mit Sprachpraxis

(Ingendahl 1999)

 

-      dritte Variante nicht bedacht: integrierte funktionale Grammatik!

-      d.h. die Grammatik-Reflexion in der Werkstatt, auf Definition hinzielend,  entwickelt sich eher unfunktional !!

(Einecke)

 

© G. Einecke - www.fachdidaktik-einecke.de