TU Dresden Institut für Kommunikationswissenschaft WS 1999/2000

Hauptseminar: Serialität im Deutschen Fernsehen - Beispiel Fernsehserien
Dozentin: Prof. Angela Keppler
Arbeitsgruppe 3: Susan Loges, Jan Frintert, Sandra Kählert,

Torsten Thierbach, Karen Sthamer, Daniel Röns

Filmanalyse
,,Gute Zeiten - Schlechte Zeiten" (RTL)

Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite: 03
2. Analyse der Figuren der Serie Seite: 03
2.1. Geschlechtsspezifik Seite: 03
2.2. Altersspezifik Seite: 04
2.3. Milieuzuordnung Seite: 05
3. Handlungsorte Seite: 05
3.1. Private Räume Seite: 06
3.2. Halb-öffentliche Räume Seite: 06
3.3. Öffentliche Räume Seite: 06
3.4. Die Serienwelt als autarkes System Seite: 07
4. Analyse der Serie Seite: 08
4.1. Der Anfang Seite: 08
4.1.1. Das Logo Seite: 08
4.1.2. Die Erkennungsmelodie Seite: 09
4.1.3. Der Rückblick Seite: 10
4.1.4. Der Personenclip Seite: 12
4.2. Die Folge Seite: 15
4.2.1. Die Handlungsstränge Seite: 16
4.3. Das Ende Seite: 20
4.3.1. Der Cliffhanger Seite: 20
4.3.2. Der Abspann Seite: 21
4.4. Die Sequenzlänge Seite: 22
5. Musik Seite: 22
6. Fazit Seite: 22
7. Literaturverzeichnis Seite: 23
8. Anhang

1. Einleitung
Gute Zeiten Schlechte Zeiten, nachfolgend GZSZ genannt, ist die bislang erfolgreichste Daily Soap im Deutschen Fernsehen. Zu sehen im Programm des privaten Fernsehsenders RTL. Sendestart war am 11. Mai 1992. Bis zu 4 Millionen Zuschauer täglich machen die Sendezeit zwischen 19.35 und 20.10 Uhr zu einem der attraktivsten und damit preisintensivsten Werbeplätze bei RTL (Werbeminute in der Prime-Time: 120.000 Mark).
Eine Serie, in der sich 21 Leute direkt oder indirekt kennen und irgendwo in Berlin leben. Neben dieser ,,Stammbelegschaft" tauchen immer wieder Personen auf, welche die Serie nach anderthalb bis zwei Monaten wieder verlassen. Sie verkörpern das sich verändernde Umfeld der festen Mitglieder und sind meistens der Beginn einer sich zum Konflikt entwickelnden Beziehung.
Interessant ist nun, den Goldesel GZSZ genauer zu untersuchen, um festzustellen was in der Zeit zwischen 19.35 und 20.10 Uhr passiert. Was werden wir bei einer genauen Analyse entdecken? Werden wir Muster finden, die immer wiederkehren? Wie ist die Serie aufgebaut und welche Dinge erkennt man erst auf den zweiten Blick, ist GZSZ realitätsnah?
Zur Methodik unserer Untersuchung: Wir haben 25 Folgen analysiert, davon eine in Sequenzschritten transkripiert. Dabei haben wir sowohl auf den Bildinhalt, den Text, die Geräusche und die Länge der einzelnen Sequenzen geachtet. Intention dieser Transkription war vorrangig, uns näher in den Aufbau und Ablauf der Serie hinein zu versetzen. Die Daten somit besser analysieren zu können. Außerdem war es uns wichtig, das flüchtig Fernsehbild grafisch festzuhalten, um die Erkenntnisse nachvollziehbar zu gestalten. Zudem haben wir versucht, die Daten vorsichtig zu interpretieren.
Bei der Untersuchung haben wir uns darauf beschränkt, genau hinzusehen und Mustern zu suchen, sämtliche Daten, die in der Analyse auftauchen, sind demzufolge Ergebnis einer Beobachtung.
Zudem haben wir versucht, die Daten vorsichtig zu interpretieren. Den Ergebnissen unserer Filmanalyse liegen 25 Folgen GZSZ zugrunde, die in der Zeit zwischen dem 8. Oktober und dem 31. Dezember 1999 ausgestrahlt wurden. Aktuelle Folgen im Jahr 2000 wurden mit den von uns gefundenen Mustern verglichen. Dabei sind teilweise Abweichungen aufgetreten, die signalisieren, dass sich die Serie in einem kontinuierlichen Wandel befindet. Deshalb kann die hier vorliegende Forschungsarbeit auch nur den kleinen Ausschnitt wiedergeben. Alle folgenden Ergebnisse der Filmanalyse sind nur für den untersuchten Zeitraum gültig.

2. Analyse der Figuren der Serie
2.1. Geschlechtsspezifik
Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass die Serienwelt von GZSZ im Untersuchungszeitraum von Männern dominiert wird. Dabei haben wir uns auf die Hauptfiguren1 beschränkt. Es existieren mehr männliche als weibliche Figuren. Mit 55 Prozent finden überwiegend männliche Charaktere in der Serie eine Rolle. Auch Nebenrollen werden in diesem Verhältnis besetzt.2

2.2. Altersspezifik
Das genaue Alter der Personen lässt sich durch bloße Beobachtung nicht ermitteln. Wir haben daher versucht, das Alter anhand der Lebensumstände (Schulbesuch/Studium) und dem Auftreten der Figuren zu ermitteln.
Der Kern aller Hauptfiguren ist in einem Alter zwischen 20 und 29 Jahren. Während die zahlenmäßig stärkste Fraktion der weiblichen Charaktere in einem Altersbereich zwischen 20 und 29 Jahren liegen, gibt es bei den Männern zwei gleich starke Lager. Einmal zwischen 20 und 29 sowie zwischen 30 und 39 Jahren.3 Nach diesem Besetzungsmuster werden ebenso Nebenrollen vergeben: Junge weibliche Figuren, ältere männliche Rollen.
Deutlich ist bei der Aufteilung der Protagonisten in Altersgruppen zu erkennen, dass die Figuren nach klischeehaften Rollenvorstellungen besetzt werden. Frauen sind jung und hübsch, um in der Gesellschaft die nötige Anerkennung zu finden. Männer müssen über die notwendige Reife und Erfahrung verfügen. Ausnahmen sind natürlich vorhanden, doch der Trend ist zu erkennen.
So gibt es zwei klare Vaterfiguren (Daniel und Clemens). Deren Altersgruppe diametral gegenüber gibt es nur eine Figur, die ebenso lange in der Serie mitspielt: Elisabeth Meinhardt.

2.3. Milieuzuordnung
Um eine Milieuzuordnung treffen zu können, haben wir die Berufe und Anstellungsverhältnisse der Serienfiguren näher untersucht. Überwiegend spielen Traum- oder auch Wunschberufe eine Rolle, Berufe mit hohem gesellschaftlichen Status: Arzt, Rechtsanwalt, Journalist, Buchautor, Pädagoge, Modedesigner und Künstler. Nur der Beruf des Koches scheint nicht zu den anderen zu passen, doch Franziska, die Köchin, arbeitet in einem Restaurant der Luxusklasse. Die Beschäftigungsverhältnisse einmal näher betrachtet, ergibt sich folgendes Bild:
Eine deutliche Mehrheit aller Charaktere sind entweder Unternehmer mit eigenem Geschäft oder freiberuflich tätig. Nur einige stehen in einem Angestelltenverhältnis oder befinden sich noch in der Ausbildung4. Daraus resultierend kommen wir zu dem Schluss, dass es sich um ein Bildungsmilieu in der gehobenen Mittelschicht handelt.
Interessant ist auch, dass die geschlechtliche Verteilung der beruflichen Rollen und Beschäftigungsverhältnisse denen der in der sozialen Realität sehr angelehnt scheint.5 Dies soll folgende Grafik verdeutlichen:
Weibliche Stammcharaktere befinden sich überwiegend in der Ausbildung und erlangen in Folge eine berufliche Tätigkeit, der ein Angestelltenverhältnis zugrunde liegt.
Im Vergleich dazu sind Frauen weniger freiberuflich tätig oder führen gar eigene Unternehmen oder Geschäfte.
Eben dort sind aber die männlichen Protagonisten zu finden, im unternehmerischen Milieu. Dieses ist in GZSZ wie auch in der Realität ein überwiegend maskulines Feld.
Zweitstärkste Fraktion sind männliche Angestellte. Dies unterstützt die zu Beginn aufgestellte Vermutung, dass Männer im (Berufs-) Leben stehen und lebenserfahren sind. Und das müssen sie, um dem gesellschaftlichen Rollenbild zu entsprechen. Der Mann als Beschützer und Versorger für die noch nicht vorhandenen Familie. Potentiell ist er damit qualifiziert.

3. Handlungsorte
GZSZ spielt in Berlin. Die Möglichkeit der makroskopischen Zuordnung für den Zuschauer wird über dramaturgische Elemente erreicht.6
Auf der Mikroebene besteht die Serienwelt aus öffentlichen - halb-öffentlichen sowie überwiegend privaten Räumlichkeiten.7
Mit deutlicher Mehrheit spielen alle Handlungen und Situation - produktionsbedingt, wie schon im theoretischen Teil ausgeführt - in privaten Räumen. Öffentliche sowie halb-öffentliche Räumlichkeiten sind zu gleichen Teilen handlungsrelevant.

3.1. Private Räume
Es gibt acht Wohnungen, die alle ähnlich eingerichtet sind. Es handelt sich dabei um eine moderne, zweckrationale - umgangssprachlich auch als IKEA-Stil bekannte - Art der Wohnungseinrichtung.
Produktionstechnisch bedingt sind die Wohnzimmer sehr groß (für Licht und Kameraführung). Außerdem wurde überall Laminat - Fußboden eingearbeitet. Wiederum aus produktionstechnischen Gründen (einfach und schnell zu reinigen, da die Charaktere immer in Straßenschuhen agieren)
Von vier Wohnungen ist außer der Innenansicht auch eine Außenansicht bekannt. Jene Außenansichten vereinen drei Funktionen:
- Abwechslung
- Identifikation
- Darstellung der Tageszeit (hell/dunkel)
Zudem verfügen viele der Wohnungen innerhalb über typische Merkmale, die es dem Zuschauer zusätzlich ermöglichen, eine Wohnung eindeutig einer Person zuordnen zu können:
- Peter und die WG wohnen in einem Haus mit Klinkerfassade, die auch dominierende Wandgestaltung in den Wohnungen ist
- Sonjas/Andys Wohnung hat einen Fahrstuhl, der direkt bis in die Wohnung führt
- Florentines Wohnung hat zwei Etagen
- Fabian lebt in einem Wohnwagen
- Clemens besitzt die einzige Wohnung, in der es einen Flur mit Durchgangstür gibt
- Daniel und Elisabeth leben in einer Wohnung mit großer Dachterrasse

3.2. Halb-öffentliche Räume
- Redaktion des GZSZ-internen Stadtmagazins ,,City-Lights"
- Dr. Jo Gerners Büro
- Küche des Restaurants ,,Fasan"
- Krankenzimmer

3.3. Öffentliche Räume
- Daniels Bar
- Andys Laden
- Restaurant ,,Fasan"
Das Charakteristikum Öffentlichkeit innerhalb eben dieser Räume wird durch die Tatsache unterstützt und untermauert, dass eben hier auch serienfremde Personen auftreten. Dies geschieht im Vergleich zu den halb-öffentlichen Räumen in weitaus höherem Maße.

3.4. Die Serienwelt als autarkes System
Da alle Stammcharaktere durch ein umfangreiches Beziehungsnetzwerk verwoben und mindestens indirekt miteinander bekannt sind, entwickelt sich die Serienwelt zu einem, von der Realität abgekoppelten, autarken System. Zunächst zeichnet sich die Qualität dieses Netzwerkes dadurch aus, dass es eine große Anzahl starker Beziehungen gibt. Es besteht eine große Kontakthäufigkeit. Das Netzwerk ist in sich stabil, es gibt eine Multiplexität in den Beziehungen, dass heißt: in den Transaktionen innerhalb der Beziehungen ist eine größtmögliche Vielfalt an Inhalten und Themen gegeben. Die Zahl der möglichen Beziehungen ist fast genauso groß wie die Zahl der tatsächlich bestehenden Beziehungen. Die Funktion dieses Netzwerkes sind sozialer Rückhalt und soziale Unterstützung, soziale Integration, Kommunikation, Information und Austausch, Entwicklung und Sozialisation sowie Regulation und soziale Kontrolle der Figuren untereinander. Doch nicht nur deshalb ist die Welt von GZSZ ein sich selbst erhaltendes auf eigenen Beinen stehendes System. Es hat zudem fast alle zum Überleben notwendigen Institutionen und Einrichtungen in sich vereint. Eingekauft wird in ,,Andys Laden".
Geht es um medizinische Betreuung und Versorgung gibt es einen Arzt und eine Auszubildende, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit durch private Beziehungen in das soziale Netzwerk eingebunden sind.
Rechtsanwalt Jo Gerner ist der Anwalt der Serie. Bei ihm finden sich alle Figuren wieder, die in einem Rechtsstreit verwickelt sind.
Serien-Treffpunkt, an dem sich alle Serienmitglieder wenigstens einmal innerhalb einer Woche aufhalten, ist Daniels Bar. Hier ist die Wahrscheinlichkeit, andere bekannte Gesichter zu treffen am größten. Es wird keine andere Bar besucht.
Neben Daniels Bar gibt es das Luxusrestaurant ,,Fasan". Hier werden überwiegend Geschäfte abgeschlossen.
Eine weitere wichtige Einrichtung ist die Redaktion des Stadtmagazins ,,City-Lights". Mit diesem serien-immanenten Medium wenden sich die Figuren mit ihrer Alltagswelt, ihren Sorgen und Problemen an die Öffentlichkeit in der Serie. Außerdem schalten die in der Serie vorkommenden Figuren und Einrichtungen Anzeigen in dem Blatt. Nur in Ausnahmefällen muss das System GZSZ auf andere Institutionen (Beispiel Polizei bei der Hausbesetzung) zurückgreifen.

4. Analyse der Serie
Der Aufbau von GZSZ lässt sich anhand einer Grafik8 übersichtlich darstellen. Äußere Markierung (Anfang und Ende) einer Folge ist ein 5 Sekunden langer Werbespot des Sponsors.
Wir haben die Struktur der Folgen GZSZ in drei größere Bereiche untergliedert. Die Komponenten werden jeweils durch Werbeblöcke unterbrochen und sind daher auch aus dramaturgischer Sicht von einander getrennt.

4.1. Anfang
Der Anfang besteht ebenso wie die Serie aus drei Komponenten, dem Rückblick und dem Personenclips, unterbrochen durch das Einblenden des Logos.

4.1.1. Logo
Das Logo besteht aus den Grundfarben blau und rot, die jeweils einen warmen, weichen Charakter durch Manipulation der Farbtiefe und Farbschärfe erfahren. Diese beiden Grundfarben sind die selben Farben, die beim Logo des Senders RTL verwendet werden und hier an den Außenkanten. Das ,,R" ist rot das ,,L" blau. Es sind also die beiden Farben, welche einen Rahmen um das in gelber Farbe gehaltene ,,T" in der Mitte des Logo bilden. Im Logo von GZSZ fehlt im Vergleich zum RTL-Logo also die gelbe Farbe. Der Kern fehlt. Abgesehen von der auf der naheliegenden Möglichkeit, die Farbe rot als Symbol der Weiblichkeit und blau als das der Männlichkeit zu verbinden, scheint uns eine weitere Überlegung interessant. Es lassen sich viel einfacher Assoziationen zwischen rot und gelb sowie zwischen gelb und blau herstellen als zwischen rot und blau. Das rote Feuer mit gelben Schein, die gelbe Sonne am blauen Himmel. Selbst wenn man durch Einsatz der Farben das Geschlecht zu symbolisieren versucht. Männlichkeit und Weiblichkeit sind in ihrer Verschlungenheit immer noch weniger miteinander verwandt, als es Feuer und Schein sowie Sonne und Himmel sind. Erst die strahlende Kraft des Sonnenlichts, lässt Unterschiede schmelzen und ,,bilaterale" Verbindungen knüpfen. Es mag weit her geholt erscheinen, aber dass die gelbe Farbe einen verbindenden Charakter zwischen den Farben rot und blau hat, scheint aus dieser Perspektive einleuchtend.
Untersucht man die Serie auf den Einsatz des Logos hin, so stellt man fest, dass eben dieses GZSZ-Logo auch nur an den äußeren Stellen der Serie eingesetzt wird. Dort wo es verwendet wird, handelt es sich jeweils um Anfang oder Ende der Serie, es ist entweder Ein- oder Ausstieg. Erst innerhalb einer Folge wird die Farbe gelb ins Spiel gebracht. Die geschieht durch gelbe Sachen oder gelbe Räume. Die Farbe gelb ist also kennzeichnend für den mittleren Teil einer Folge GZSZ. Der von uns der Farbe gelb zugesprochene verbindende Charakter findet sich darin wieder, dass die ,,gelbe" Folge Anfang und Ende zusammenführt.

4.1.2. Die Erkennungsmelodie
GZSZ hat eine Erkennungsmelodie, die eine Tonfolge von 5 Tönen ist. Bei diesen 5 Tönen handelt es sich um 4 gleichbleibende Grundtöne, der letzte Ton wird nach jeweiliger Positionierung der Erkennungsmelodie (auf der Tonleiter) nach oben oder unten verschoben.
So ist dieser fünfte Ton in dem Anfangsteil der Serie wieder fast ganz unten. Aber eben nur fast. Genau hingehört, befindet er sich zwischen dem ersten und dem zweiten Grundton. Nach einem stetigem Aufstieg der Handlungsdramaturgie geht es eben auch wieder bergab. Der Spannungsbogen einmal nach oben, danach wieder nach unten gespannt. Ein ähnlicher Spannungsbogen findet sich im Aufbau des Dramas wieder, bei dem es ebenso nach einen erreichtem Höhepunkt zur Auflösung des selben kommt und die Spannungskurve wieder nach unten fällt. Man könnte auch sagen, das Leben geht nicht immer nur aufwärts. Es gibt Gute Zeiten und Schlechte Zeiten. Nach dem Berg kommt immer wieder das Tal. Aber die auf dem Anstieg gemachten Erfahrungen lassen einen nie wieder bis ganz ins Tal zurückfallen. Deshalb ist der fünfte Ton der Erkennungsmelodie im Anfangsteil auch nicht auf der selben Tonstufe wie des ersten Tons zu finden.
Eine andere Funktion der Erkennungsmelodie die Formatierung des Zeitgefühls auf eben die Anfangszeit von GZSZ 19.35 Uhr formatieren. Der Zuschauer weiß nach mehrmaliger Rezeption der Serie, welche zeitliche Orientierung mit dem Ertönen der GZSZ-Melodie zu verbinden ist. Es kann nur 19.35 Uhr sein.
Außerdem erinnert die Klangfarbe der Erkennungsmelodie an den Glockenklang einer Kirche. Die Vermutung liegt nahe, dass beim Ertönen der Melodie die Zuschauer von GZSZ an den Apparat gerufen werden soll.

4.1.3. Der Rückblick
Die zweite wichtige Komponente im Anfangsteil ist der Rückblick. Er behandelt die für die aktuelle Folge relevanten drei Handlungsstränge9. In weniger als einer Minute wird den Major-Stories eine Kausalkette angehangen, wer mit wem welches Problem hat. Der an erster Stelle gezeigte Handlungsstrang nimmt ein Problem auf, welches in der Folge vom Vortag nicht aufgegriffen und weitergeführt wurde. Die anderen beiden waren in der Vortags-Folge relevante Handlungsstränge. Der dritte Handlungsstrang gipfelte am Vortag im Cliffhanger.
In unserem Beispiel haben Sequenzlänge und Anzahl der verwendeten Bilder in den drei relevanten Handlungssträngen folgendes Verhältnis ergeben:10
Die Herleitung der einzelnen Geschichten findet nicht allein auf der visuellen Ebene statt. Die Herleitung, wer in der Konfliktsituation involviert ist und wie der aktuelle Stand der Dinge ist, kann auch auf der verbalen Ebene der Konversation nachvollzogen werden. Die Bilder dazu liefern die passenden Gesichter und geben den Zuschauern die Möglichkeit, sich an die vorausgegangenen Situationen zu erinnern. Für Einsteiger und Gelegenheitszuschauer wird das relevante Umfeld konstituiert.11
Am Beispiel des HS 3 soll erläutert werden, dass allein aus dem Dialog, welchen die beiden Personen miteinander führen und der aus verschiedenen Folgen zusammengeschnitten wurde, die Herleitung des Problems, die Beteiligten und der aktuelle Stand erkennbar sind.
Zeile 1: ,,Mama" ist die Anzeige eines gemeinsamen, gleichgearteten, familiären
Verhältnisses zu ein und der selben momentan nicht anwesenden Person. Da Charlotte
weder ,,Meine, Deine" oder ähnliches verwendet, handelt es sich um eine gemeinsame
Bezeichnung für eine Person. Es sind also Geschwister.
,,Soll ich sie holn" ist die Frage nach dem Bedürfnis von Chris, die abwesende Mutter zu sehen.
Zeile 2: ,,Wenn sie mich sehen will ..." gibt darüber Auskunft, dass es nach Ansicht von Chris von der Aktivität der Mutter abhängt, ob es zu einem Treffen kommt. Chris sieht keine Veranlassung für eine Kontaktaufnahme.
Zeile 3: ,,ihr die alten Geschichten ..." zeigt an, dass es ein Ereignis in der Vergangenheit gegeben hat, auf welches die Haltung von Chris zurückzuführen ist. Gleichzeitig lässt das ,,ihr" vermuten, dass die Sprecherin weiß, dass für beide beteiligten Seiten eben dieses Ereignis noch immer von Bedeutung ist.
Zeile 4: ,,hat sie mich rausgeschmissen" ist die Ursache der Haltung von Chris. Und weiterhin sagt er: ,,für diesen blöden Knacker" Es spielt also eine männliche Person, eine entscheidende Rolle , dass es zu dieser Entwicklung gekommen ist. ,,blöden Knacker" bezeichnet eindeutig die Einstellung des Jungen zu dieser Person.
Die gesamte Situation lässt sich wie folgend zusammenfassen:
Die Schwester will ihren Bruder mit der Mutter wieder versöhnen. Diese hat ihren Sohn vor die Tür gesetzt, weil es Probleme mit dem Verhältnis zwischen Mutter, Sohn und der anderen Person gab.
Der Rückblick endet mit der Wiederholung der letzten Szene und Sequenz der vorangegangenen Folge.
Der Cliffhanger wird aber durch die dramaturgischen Elemente Musik und Zeit verändert. Zum einen ist der Cliffhanger in einen gemeinsamen Musikpool mit den anderen Handlungssträngen verknüpft. Dabei ist der musikalische Rahmen durch ein lockeres Gitarrenstück gegeben. Die ursprüngliche spannungsgeladene, musikalische Untermalung im Cliffhanger der letzten Folge wird durch dieses Gitarrenstück ersetzt. Außerdem wird die gesamte Cliffhanger-Szene um mindestens 3 Sekunden verkürzt. Insgesamt wirkt die Dramatik des Augenblicks durch die veränderten Elemente emotional entschärft.
Somit soll die Wiederholung des Cliffhangers im Rückblick nicht erneut eine Spannung aufbauen. Sondern, durch die Reduktion dramaturgischer Elemente wird eine lückenlose Anschlussfähigkeit beim Zuschauer erreicht.

4.1.4. Der Personenclip
Nach nochmaligem Einsatz des Logos folgt nun ein Clip, in welchem sich alle relevanten Hauptfiguren kurz vorstellen. Zu dem GZSZ-Titel ,,Mitten ins Herz" von der Musikgruppe Just Friends ist ein Farbenspiel zwischen den wie bereits im Logo beschriebenen weichgezeichneten RTL-Farben zu sehen. Synchron zum Text des Musiktitels sind die einzelnen Textzeilen an den Rändern der jeweils angedeuteten vertikalen Ebenen mitzulesen. Diese Ebenen erwecken den Eindruck eines sich ständig verschiebenden Vorhanges.
Dabei drehen sich 14 Figuren in unterschiedlichen Entfernungen zum Zuschauer in dessen unmittelbaren Gesichtsfeld vorbei.
Diese verschiedenen Distanzen entstehen durch eine fiktive Innenkante des Bildschirms und haben eine charakterisierende Funktion. Denn der Bildschirm ist die Stelle, an der die Realität der Zuschauer auf die Realität der Figuren trifft. Der Zuschauer, der sich vor den Apparat setzt, erlebt wie die Figuren auf diesen fiktiven Zusammenprall reagieren. Sie empfinden genau, ob ihnen freundlichen Menschen entgegenkommen oder ob ihnen Zweifel, Mißtrauen oder Abkehr entgegentreten. Dabei nutzen sie Erfahrungen aus dem Alltäglichen. Und an dieser Stelle kommt der jedem Menschen eigene kreisähnliche Schutzraum ins Spiel, der allgemein 1 Meter Durchmesser hat.12 In diesen lassen Menschen nur ihnen sympathische, vertraute Personen vordringen. Personen, die mit Mißtrauen, Vorsicht oder Abneigung empfunden werden, bleiben weit außerhalb dieses Kreises. Jedem Versuch dieser unlieben Personen, in diesen Schutzkreis einzudringen, wird durch Vergrößern dieses Abstandes durch den ,,Bedrängten" begegnet. Diese nonverbalen kommunikativen Signale werden von den meisten Menschen deutlich erkannt und empfunden, so auch vom Zuschauer.
Die Mehrheit aller Figuren, die sich im Personenclip dem Zuschauer präsentieren, drehen sich sehr nah an dieser fiktiven Innenkante des Bildschirms vorbei, nähern sich dem Zuschauer bis in seinen Schutzkreis hinein und wenden sich ihm zu. Zwar sitzt der Zuschauer in der Regel nicht in einem Abstand von einem Meter zum Fernsehgerät. Aber der Schirm ist und gehört eindeutig zur Realität des Zuschauers. Und diese spüren, ob sich (wenn auch fiktiv) jemand dieser Realität freundlich widmet oder sich von vornherein mit Zweifeln von ihr abwendet und kein Interesse zeigt.
Nun wenden sich viele der jeweils 14 gezeigten Personen mit eindeutigen Gesten und Mimik dem Zuschauer zu und begrüßen ihn durch eben diese nonverbalen Signale. Sie lächeln und haben eine offene Körperhaltung. Sie erwecken den Eindruck, als ob sie mit den Zuschauern interagieren würden. Ihr ,,sich vorbeidrehen" erweckt den Eindruck ,,schau mich an, ich habe nichts zu verbergen".13
Dies wird aber erst im Vergleich zu zwei weiteren Personen deutlich, die sich weder von allen Seiten anschauen lassen, noch lächeln oder eindeutig freundschaftliche Gesten machen - Dr. Gerner und Sonja Wiebe. Ihre nonverbale Artikulation zeugt nicht von Freude den Zuschauer erblickt zu haben sondern von Zweifel und Abneigung ihm gegenüber. Sie bleiben auch weiter hinter dieser von uns gedachten fiktiven Innenkante des Bildschirms entfernt. Sie lassen weder die Zuschauer an sich heran, noch bewegen sie sich auf diesen zu, wie es die anderen Personen tun. All diese Verhaltensweisen erwecken beim Zuschauer eher negative Emotionen.
Während die Zuschauer über die Dauer der Folgen auch positive Momente und Wesenszüge an diesen zweifelhaften Figuren finden können, bleiben diese in dem einzigen Moment, indem sich eindeutig dem Zuschauer zuwenden (und dies ist nun mal nur im Personenclip) in ihrer Haltung dem Zuschauer gegenüber unverändert skeptisch. Während also der Zuschauer die Chance hat, rätselhafte und zweifelhafte Figuren ins Herz schließen zu können, bleiben die selben Figuren in ihrer Haltung und scheinbaren Einstellung dem Zuschauer gegenüber kritisch. Sie kommen dem Zuschauer eben nie entgegen, sie lächeln niemals und werden auch in anderen nonverbalen Signalen nicht freundlicher. Dies führt nach einigen Folgen dazu, dass die Figuren immer negativer bewertet werden. Das charakteristische Merkmal dieser Figuren bleibt unabhängig davon erhalten, da sich über die Grenzen der Handlung hinaus scheinbar keine Veränderung in der Haltung gegenüber dem Zuschauer einstellt. Eine Spirale ergibt sich durch die immer wieder kehrende Erfahrung, dass Dr. Jo Gerner und Sonja Wiebe nun mal egoistisch und fies bleiben, egal ob sie irgendeinem Kinderheim eine Spende haben zukommen lassen. Gerade wenn der Zuschauer denkt, dass diese Figuren im Grunde doch sympathisch sind, wenden sie sich bereits im Personenclip der nächsten Folge wieder mit runzelnder Stirn vom Zuschauer weg. Dabei ist die räumliche Distanz zum Zuschauer nur eines der nonverbalen Signale, die zu diesem Gesamteindruck führt und es zudem verstärkt. Durch den scheinbare Eindruck von angestrebter Interaktion durch die Figuren können die Zuschauer die Figuren mit positivem oder negativen Grundtenor besetzen und belegen.
Wie bereits angedeutet, gibt es zwei Versionen des Personenclips. Diese werden täglich ausgetauscht. Eine Beziehung zu den in der Folge relevanten Handlungssträngen und den damit involvierten Figuren mit der jeweils gesendeten Version, konnten wir bei keiner der von uns analysierten Folge feststellen.
Jeweils acht Personen treten in beiden Versionen auf. Jan Wittenberg wird dabei immer als Erster gezeigt. Es handelt sich bei ihm um eine eindeutig positive Figur, durchaus attraktiv und sehr sympathisch. In Folge werden dann abwechselnd weibliche und männliche Figuren vorgestellt.
Der gesamte Personenclip ist in zwei Blöcke gegliedert worden. Zwischen den beiden Blöcken wird das GZSZ-Logo erneut eingeblendet. Doch zuvor tritt eine Person auf, die anhand ihrer Darstellung innerhalb dieses Clips eine gesonderte Rolle einnimmt. Von der Figur mit dem Namen Flo oder auch Florentine gehen andere nonverbale Signale aus als von den Figuren, die vor ihr kamen und von jenen, die folgen werden. Zunächst öffnet sich vor Flo ein eigener Vorhang. Dieses junge Frau bewegt sich nicht wie die anderen von einem Bildende zum anderen hin sondern ist zu Beginn von ihrer linken Seite über die Schulter in Richtung des Zuschauers blickend zu sehen. Sie steht fast genau in der Mitte des Bildes und lächelt dem Zuschauer zu. Anschließend dreht sie sich frontal zu ihm und bleibt in der verbleibenden Zeit ihres ,,Auftritts" freundlich lächelnd stehen. Sie trägt ein gelbes T-Shirt mit einem Herz als Amulett am Hals. Damit vereinen sich zum ersten Male im Personenclip alle Farben des RTL-Logos. Die roten und blauen Ebenen, die einen sich ständig bewegenden Vorhang simulieren mit dem gelben T-Shirt, welches Flo trägt. Diese Einstellung ist mehr als 1 Sekunde länger als sämtliche anderen Einstellungen zu sehen. Damit scheint eine Identifizierung des Senders RTL erreicht zu sein. An eben dieser Stelle treten bei oberflächlicher Betrachtung kaum erkennbare Redundanzen auf. Zeitgleich mit Flo ist auf der akustischen Ebene im Titelsong ,,ich seh in dein Herz" zu hören, das Herz aber auch an Florentines Hals zu erkennen und außerdem an dem sich hinter ihr bewegendem Vorhang zu lesen. Ein ,,H" links neben ihrem Kopf, ,,R" und ,,Z" rechts über ihren Schultern. Da diese Buchstaben nur so groß sind, dass ihr Kopf gerade mal einen Buchstaben verdecken kann, bedarf es keiner besonderen Assoziationsfähigkeit um das Wort durch den Buchstaben ,,E" zu komplettieren, welchen sie eben durch den Kopf verdeckt.
Das Herz ist also zu hören, zu sehen und zu lesen. Flo steht nicht nur in der Mitte der Bildschirms sondern ist auch in der Mitte des Personenclips zu sehen. Und dazu der Titel des GZSZ-Songs, der ,,Mitten ins Herz" heißt. Flo - das Herz der GZSZ-Welt, oder doch alles nur Zufall? In der Mitte steht eben ein Gelbes Herz, jenes von RTL. Ein freundliches, wie Flo strahlendes Herz, ebenso wie sich der Sender RTL gern präsentieren möchte: freundlich - strahlend - optimistisch.
Weitere Redundanzen finden wir außerdem beim ,,Auftritt" der Figuren Dr. Jo Gerner und Sonja Wiebe, bei denen im akustischen Hintergrund die Textzeile ,,durch Liebe und Schmerz" zu hören ist. Ein deutliches Zeichen für diese Figuren, die durch ihre Liebe zu Geld und Macht anderen Menschen Schmerz zugefügt haben.

4.2. Die Folge
Nachdem der nahtlose Einstieg nach dem Personenclip durch einen Werbeblock unterbrochen wird, beginnt die neue Folge durch die Auflösung der Cliffhanger-Sequenz.
Allerdings wird nicht unmittelbar an das letzte Bild, die letzte Einstellung der vorausgegangenen Folge angeschlossen. Die scheinbar sofort zu erwartende Reaktion einer Zentralperson im Cliffhanger wird durch Einschub einer weiteren Handlung, welche die Spannung zusätzlich emportreibt, verzögert. Diese Verzögerung, erfüllt die Funktion, den Zuschauer mit der Cliffhanger-Situation des Vortages erneut zu konfrontieren und die Emotionalität erneut aufzubauen, um sie dann auflösen zu können.
Wie bereits im Rückblick14 nachgewiesen, werden die relevante Situation und deren Beteiligte so dargestellt, dass auch ein ,,Gelegenheitszuschauer" ohne viel Mühe Anschluss finden kann. Alle wichtigen Informationen um nahtlos einsteigen zu können, werden in der Kürze der Zeit auf die verbale Ebene verschoben. Allein durch die Dialoge kann eine Kausalkette mühelos aufgebaut werden: Wer hat was wem warum angetan? Durch eben diesen Dialog werden die Positionen der Figuren und deren Anteil an der Cliffhanger-Situation eindeutig erklärt.15
Im Cliffhanger-Dialog werden Anzeichen dafür gegeben, welches das corpus delicti ist, welche Parteien miteinander streiten und wer in dieser Situation involviert ist. Polizei, Staatsanwalt und Daniel sind in der Wohnung von Danegger und suchen nach Beweisstücken. Andy kommt hinzu und hat überhaupt kein Verständnis für die Hausdurchsuchung. In diesem Moment wird ein Gegenstand gefunden, der Danegger möglicherweise belasten kann.
Nachdem die Cliffhanger-Situation durch die Wiederholung zu einem Teil der neuen Folge geworden ist, wird eine Sequenz gezeigt, die der letzten Sequenz im Cliffhanger der vorigen Folge sehr ähnlich ist, nur dass der Handlungsablauf nicht durch das Ende der Serienfolge unterbrochen wird sondern eine Fortführung erfährt. Damit wird die Emotionalität der Situation aufgelöst.
Im Anschluss daran wird ein zweiter Handlungsstrang aufgenommen und weitergeführt. Danach ist ein Zwischenbild fester Bestandteil der Serie. Dieses Zwischenbild ist eine Außenaufnahme und kennzeichnet den Handlungsort (Berlin) sowie die Tageszeit (Tag).
Da GZSZ überwiegend innerhalb von Räumen spielt, wird den Zuschauern so verdeutlicht, dass ein Tag bei GZSZ immer irgendwann am Tag beginnt. Durch Begrüßungsformeln wie ,,Guten Morgen" oder Formeln wie ,,Schon so früh auf den Beinen?" und ,,die Schule beginnt gleich" wird diese Zeitgenerierung um den Aspekt ,,vormittags " unterstützt und erweitert. Synchron zum Zwischenbild ist die am Anfang unserer Analyse beschriebene Erkennungsmelodie zu hören, die 4 Grundtöne, wobei der letzte Ton nach oben oder unten variiert wird. An eben dieser Stelle des Zwischenbildes erfolgt die Variation des fünften Tones nach oben hin. Durch den Einsatz einer Oboe erhält die Melodie einen entspannten Charakter, der den vorausgegangenen Situationen ähnlich ist.
Nach Auflösung des Cliffhangers und Fortführung eines weiteren Handlungsstranges folgt die Serie nun einem immer gleichbleibendem Aufbaumuster:

4.2.1. Die Handlungsstränge
Im Untersuchungszeitraum wurden zehn Handlungsstränge eingeführt beziehungsweise weitergeführt:
· Sekte16: Hauptfigur17 Andy ist in eine Sekte geraten, aus deren Fängen ihn Hauptfigur Natalie und Hauptfigur Kai befreien wollen. Die Sektenmitglieder um den Anführer Danecker (Nebenfigur)18 schrecken auch vor Mord nicht zurück.
· Beziehung 1: Hauptfigur Philip liebt Nebenfigur Simon, der jedoch seine wahre Identität verschweigt und so die Beziehung aufs Spiel setzt.
· Beziehung 2: Hauptfigur Sonja möchte ihren Ex-Freund Fabian (Hauptfigur) zurückgewinnen und geht deshalb eine Scheinehe mit ihm ein, damit er Marie (Hauptfigur), die Tochter seiner verstorbenen Geliebten, adoptieren kann.
· Beziehung 3: Hauptfigur Dr. Jan Wittenberg beginnt eine Affäre mit einer früheren Bekannten (Hauptfigur Frau Bohlstädt), ihre Tochter Charlotte (Hauptfigur) ist auch in ihn verliebt.
· Gaskom: Hauptfigur Jo Gerner ist eine Geschäftsbeziehung mit einer russischen Erdgasfirma eingegangen, deren Vertreter Yashin (Nebenfigur) stellt Forderungen an ein Haus, das Barbara Graf (Hauptfigur) gehört und in dem u.a. ihr Freund Peter (Hauptfigur) wohnt. Gerner intrigiert gegen die beiden, um in Besitz des Hauses zu gelangen.
· Augen-OP: Charlotte ist infolge einer missglückten Operation blind, ihre einzige Chance ist ein Eingriff in Moskau. Ihre Mutter und Jan Wittenberg versuchen, ihr neuen Lebensmut zu geben.
· Pferderennen: Chris (Hauptfigur), Charlottes Bruder, manipuliert Barbara Grafs Rennpferde, um mit den Wetteinnahmen die Operation seiner Schwester finanzieren zu können. Sonja, Barbaras Schwester, kommt dahinter, erpresst ihn, um ihrerseits Geld aus den Manipulationen schlagen zu können.
· Weihnachten: Flo, Simon, Philip, Cora, Nico, Elisabeth, Daniel, Clemens (bis auf Simon alles Hauptfiguren) bereiten das Weihnachtsfest vor.
· Fremder: Simons falsche Identität wird von einem Fremden enttarnt, er erpresst Simon, daraufhin ermordet ihn Simon.
· Band: Kai möchte eine Band gründen, Marie unbedingt bei ihm singen.
Man kann hier nicht zwischen Haupt- und Nebenhandlungen unterscheiden, alle Handlungen haben gleiche Priorität.
Pro Folge werden drei Handlungsstränge bedient, die im Durchschnitt in 17 Szenen (_2 Szenen) aufgeteilt werden. Mit den Szenen wechselt im Normalfall auch der Handlungsstrang, so dass jeder Handlungsstrang pro Folge 5 - 7 Szenen erhält. Jeder Handlungsstrang wird über 3 Tage verfolgt, ,,ruht" dann für ein paar Tage und wird wiederum für 3 Tage aufgegriffen. In dieser Weise erstrecken sich die einzelnen Handlungen meist über mehrere Monate.
Bei der genaueren Untersuchung, wann welche Handlungsstränge aufgegriffen werden, ergab sich eine interessante Strukturierung, die es sogar erlaubt, 2 von 3 Handlungssträngen des folgenden Tages vorherzusagen.19
Dazu wurden die ersten 3 Szenen einer jeden Folge, die auch immer die 3 jeweils aktuellen Handlungsstränge darstellen, erfasst, mit verschiedenen Farben markiert und in eine Tabelle übertragen, deren Spalten die Sendetage, deren Reihen die 3 ersten Szenen (Handlungsstränge) darstellen.20
Aus dieser Aufstellung lässt sich folgendes ableiten:
1. Wie schon erwähnt, wird jeder Handlungsstrang über 3 Tage verfolgt.
2. Jede Folge enthält einen ,,neuen" (wieder aufgenommenen) Handlungsstrang zulasten eines schon etablierten.
3. Der jeweils erste Handlungsstrang einer Folge fällt in der nächsten heraus, die beiden anderen ,,rücken nach", an die 3. Stelle rückt der jeweils ,,neue" Handlungsstrang der Folge.21
4. Jedoch sind in der Tabelle auch Ausnahmen von dieser Regel zu erkennen. So war die Handlung ,,Sekte" an vier aufeinanderfolgenden Tagen (vom 28.12. bis 3.1.) der 1. Handlungsstrang. Das impliziert, dass die Handlung vom 27. 12. bis 30.12. den letzten Handlungsstrang, also den Cliffhanger gebildet hat. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die Handlung ein großes dramatisches Potential besitzen muss.
Dies lässt sich bei Betrachtung des Inhalts bestätigen. Der Stand der Handlung Sekte sah zu diesem Zeitpunkt so aus, dass Andy, in die Fänge der Sekte geraten, von seinen Freunden mit Gewalt aus dieser befreit werden sollte. Andy hatte eine dramatische charakterliche Wandlung zum Negativen durchgemacht, des weiteren hatte Natalie, die als Spion in die Sekte eingeschleust wurde, beängstigende Informationen gesammelt, die von Mord an abtrünnigen Mitgliedern berichten. Sozusagen als auslösenden Höhepunkt erfahren Nico und Natalie, dass Danegger schon vor einigen Jahren eine Sekte in den Massenselbstmord getrieben hatte (Cliffhanger 27.12.). Nico und Natalie steigen also in die Sektenräume ein (Cora bleibt draußen, um die anderen bei Gefahr zu warnen - mit Walkie-Talkie), schlagen den sich wehrenden Andy nieder und wollen gerade das Gebäude verlassen, als Danegger, das Sektenoberhaupt, mit Cora den Raum betritt. Er hat sie in seine Gewalt gebracht und hält ihr eine Waffe an den Kopf (Cliffhanger 28.12.). Alle vier werden gefesselt und geknebelt und in einen Lieferwagen verladen. Die nächste Szene zeigt einen Wald, wo die vier zusammen mit den anderen Sektenmitgliedern aus Autos aussteigen und zu Fuß weitergehen. Der Weg führe zur endgültigen Erleuchtung, der Zuschauer ahnt, dass ein Massenselbstmord geplant ist. Natalie wirft ihren Fingerring weg, der später von Kai und der Polizei, die sich auf die Suche nach den Vermissten gemacht haben, gefunden wird. Die Sekte kommt in einem lehrstehenden Gebäude - mitten im Wald - an und beginnt mit einem Ritual, dessen Höhepunkt das Trinken des ,,heiligen Wassers" sein soll. (Nebenbei werden noch Benzinkanister ausgelehrt.) Cora, Nico und Natalie versuchen, Andy vor dem offensichtlichen Gifttrunk zu warnen. Daraufhin flößt man ihnen auch das Gift ein, was Andy sehr verwundert, denn die 3 sind als Gegner der Sekte nicht würdig, das ,,heilige Wasser" zu erhalten. Danegger lacht und schreit, dass es nur Gift sei, und er sie alle umbringt, dabei zündet er Streichhölzer an. Andy ist entsetzt (Cliffhanger 29.12.). Diese Situation stellt sich für den Zuschauer als sehr dramatisch dar, denn er weiß nicht, ob die Polizei noch rechtzeitig kommt, um alle zu retten.
Die Rettung erfolgt natürlich in letzter Sekunde, alle werden ins Krankenhaus gebracht und überleben. Es wird fröhlich Silvester gefeiert. Kurz vor Mitternacht geht Andy mit Flo, seiner Frau (obwohl sie das Traumpaar der Serie schlechthin sind, läuft seit langem die Scheidung), spazieren, sie sprechen sich aus und küssen einander schließlich unter einem von Raketen bunt erleuchtetem Himmel (Cliffhanger 30.12.).
Dieser Showdown einer außergewöhnlich dramatischen Handlung zum Jahreswechsel 2000 erklärt die Abweichung vom oben beschriebenen Handlungsstrangmuster.
Die übrigen kleineren Abweichungen vom Schema erklären sich einerseits dadurch, dass eine Handlung, die eigentlich den Cliffhanger liefern müsste, kein ausreichendes Konfliktpotential bietet (am 3.12. hätte die Handlung ,,Augen-OP" den Cliffhanger liefern müssen, wahrscheinlich war aber der gesendete - Fabian gesteht Sonja überraschend seine Liebe - geeigneter; am 10.12. hätte die Handlung ,,Weihnachten" den Cliffhanger liefern müssen (die Handlung Weihnachten ist ohne echte Konflikte und offenbar nur dazu da, vorweihnachtliche Stimmung zu verbreiten und den Aktualitätsbezug herzustellen), der Cliffhanger des Handlungsstranges ,,Beziehung 2" (Marie erwischt ihren Adoptivvater, der bis vor kurzem noch mit ihrer jetzt toten Mutter zusammen war, mit Sonja auf der Couch in einer eindeutigen Situation) erwies sich offenbar als geeigneter, die Zuschauer am nächsten Tag wieder vor den Bildschirm zu locken.
Es gibt aber auch Abweichungen, die nicht die Reihenfolge der Handlungsstränge, sondern deren Anzahl betreffen. So wird beispielsweise die Handlung ,,Weihnachten" nicht in 3 aufeinanderfolgenden Sendungen weitergeführt, sondern nur in 2 (am 27.12. und 28.12.), was sich mit dem gewollten Realitätsbezug erklären lässt, denn Weihnachten war zu dem Zeitpunkt schon vorbei und eine Weihnachtshandlung eigentlich uninteressant.
Trotz dieser Abweichungen kann man doch von einer starken Strukturierung der Abfolgen der Handlungsstränge ausgehen. Ihr liegt zu einem großen Teil der zu minimierende Produktionsaufwand zugrunde, denn die Strukturierung erlaubt ein generelles Schema, das die Planung der Handlungsstränge enorm vereinfacht.
Auch die Schauspieler folgen in gewissem Maße diesem Muster. So treten sie in der jeweiligen Folge immer nur in einem Handlungsstrang auf, d. h. also sollte ein Schauspieler an zwei Handlungssträngen beteiligt sein, so werden diese beiden Handlungsstränge nie in ein und derselben Folge weitergeführt.

4.3. Das Ende
Als das Ende haben wir den Teil der Serie gekennzeichnet, der nach dem zweiten Werbeblock folgt. In nur 4 Minuten werden zwei der für den nächsten Tag relevanten Handlungsstränge eingeführt. Der zweite Handlungsstrang gipfelt in einem Cliffhanger, der mit musikalischen Elementen unterlegt und damit sein emotionaler Gehalt gesteigert wird.

4.3.1. Der Cliffhanger
Ein weiterer Untersuchungsgegenstand waren die Cliffhanger. So wurden sämtliche Cliffhanger im Monat Dezember betrachtet. Es stellte sich heraus, dass es zum Ende jeder Folge einen Cliffhanger gibt.
Nicht verifiziert werden konnte, dass ein Cliffhanger vor der Werbepause existiert, dessen erzeugte Spannung die Werbung überbrückt. Die Gründe sind zum einen darin zu suchen, dass der letzte Handlungsstrang vor der Werbepause in ca. 60 % der Fälle später (nach der Werbung folgen nur noch 2 - 3 Szenen) den Cliffhanger am Ende der Folge liefert, aber 2 Cliffhanger einer Handlung in so kurzem Abstand nicht möglich sind.
Zum anderen bestünde bei einem Cliffhanger vor der Werbung die Möglichkeit, dass die Zuschauer diesen für das Ende der Folge halten, abschalten und einen Teil der Sendung verpassen.22 Ein Cliffhanger vor der Werbepause hätte auch nicht geringe negative Auswirkungen auf die Wirksamkeit der nachfolgenden Werbung, was ja eine wichtige Funktion der Daily Soap überhaupt ist. Dies lässt sich mit Befunden aus der Gedächtnispsychologie belegen. Eine emotional dramatische Situation, deren Spannung nicht aufgelöst wird, ruft beim Rezipienten eine mentale Beschäftigung mit dieser hervor, die wichtige Ressourcen des Arbeitsspeichers (Teil des Kurzzeitgedächnisses) belegt. Mit einer Verminderung der Kapazität des Kurzzeitgedächtnisses sinkt natürlich dessen Verarbeitungsleistung, was die Merk- und Erinnerungsfähigkeit in bezug auf die Werbung stark einschränkt.23
Auch die Annahme, dass sich der Cliffhanger vom Freitag in bezug auf seine Intensität von den übrigen unterscheidet, konnte nicht bestätigt werden. Die Untersuchung der Cliffhanger vom Dezember 1999 hat zwar gezeigt, dass man Unterschiede bezüglich der Dramatik der dargestellten Situation machen kann, jedoch sind die spannungsreicheren Cliffhanger nicht auf einen bestimmten Wochentag festgelegt. Belegen lässt sich das beispielsweise an den schon erläuterten Cliffhangern der Folgen 27.12. - 30.12. (Montag bis Donnerstag) der Handlung ,,Sekte", die man alle als sehr dramatisch bezeichnen kann. Die Cliffhanger der Folgen am 29.11., 7.12., 9.12. und 14.12. kann man ebenfalls zu den dramatischeren zählen, wohingegen die Freitagscliffhanger vom 26.11. und 10.12. als nicht außergewöhnlich spannend einzuschätzen sind.24

4.3.2. Der Abspann
Nach dem Cliffhanger ist das Logo zu sehen, dem sich ein Vorspann auf die dritte relevante Major-Story für den nächsten Tag anschließt. Dabei wird ein narratives Element hinzugefügt.25 Der Handlung wird wenigen Teilen vorweggegriffen und durch einen Erzähler moderiert, der zugleich die sogenannte ,,station voice" von RTL ist. Dieser führt die Bruchstücke der gezeigten Dialoge zusammen und bündelt sie so zu einer für den Zuschauer brauchbaren neuen Frage. In unserem Beispiel: ,,Oder ist Simon gar nicht Simon?" Damit sind die Zuschauer über die Dauer der nächsten Folgen auf einen neuen ,,Nenner" vereinigt, indem man ihnen ein nur durchs Zuschauen lösbares Rätsel aufgibt. Das narrative Element des Erzählers kommt der ursprünglichen Form des Geschichten-Erzählens nahe und vermittelt Zuschauern das Gefühl, die Serienwelt bleibt auch außerhalb der dramaturgischen festgesetzten Grenzen (Anfang und Ende) erhalten. Außerdem findet damit erneut eine Bindung an den Sender statt. Denn nur bei RTL kann man diese Stimme hören, welche auch zu bestimmten Zeiten die Geschichte von ,,GZSZ" erzählt.
Und so endet GZSZ jeden Tag mit zwei neuen Rätseln für den Zuschauer:
· Wie wird die Situation im Cliffhanger weitergeführt, und
· Wie wird sich die im Vorspann gezeigt dritte Geschichte weiterentwickeln.

4.4. Sequenzlänge
Die Sequenzlänge der Einstellungen in GZSZ ist sehr unterschiedlich. Dennoch sind die Einstellungen in der überwiegenden Mehrheit kürzer als 3 Sekunden. Durch diese sogenannten schnellen Schnitte wird zum einen ein kräftiger, aktiver und dynamischer Eindruck26 vermittelt, zum anderen erinnert die Serie damit an Musikvideos - MTV-Clipästhetik. Die Einstellungslängen richten sich stark nach der jeweiligen Handlung. Als zum Beispiel die Polizei in die von Nico und Chris besetzte Wohnung eindringt folgen Schnitte im Sekundentakt. Andererseits dauerte die Einstellung im Hausflur wenig später fast 20 Sekunden.

5. Musik
Die Musik der Serie ist Teil des ,,Kultmarketings". So treten in der Serie immer wieder verschiedene Stars auf.
Beispiele
· Just Friends - singen Titelmusik, in Serie entstanden (Serie macht Just Friends bekannt, Just Friends machen Serie bekannt)
· Gastauftritte: Caught in the Act, Lucilectric, TicTacToe

Aber auch die Hintergrundmusik in der Serie spielt eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Von durchschnittlich 17 Blöcken pro Folge wird in 7 Blöcken Musik gespielt. Sonst wird viel mit Hintergrundgeräuschen oder einzelnen Tönen gearbeitet. Dabei wirkt die Musik oder die Geräusche immer handlungsunterstützend.
Die Art der Musik richtet sich meist nach dem Handlungsort. So wird zum Beispiel im Restaurant Fasan überwiegend klassische Klaviermusik gespielt, dabei aber meist eher leichtere, fröhliche Stücke. In Daniels Bar ist überwiegend Pop zu hören. Bei besonders dramatischen Szenen werden aber auch nur einfache Klangteppiche verwendet, wie zum Beispiel bei den Handlungen rund um den geplanten Massenselbstmord der Sekte.
Die wenigen zu verstehenden Text-Zeilen der gespielten Pop-Musik unterstützen ebenfalls die Handlung. Beispiele:
· Streitgespräch zwischen Flo und Sonja: ,,till you die"
· Sonja im Gespräch mit Fabian, in den sie verliebt ist: ,,I can`t live without you"
· Sonja fast am Verzweifeln: ,,Don´t give up"
· Unterhaltung zwischen Simon und Phillip (Simons Geheimnis) ,,I Don´t know"

6. Fazit
Die Serie GZSZ ist ein komplexes ausgeklügeltes System. Es wird auf verschiedenste Weise versucht den Zuschauer an das Produkt zu binden. Sei es durch eingängige Musiken, Geräusche, einfache Dialoge oder durch gefühlsbetonte Bilder, die klare deutliche Klischee-beladene Aussagen transportieren. Der Zuschauer wird rundum versorgt. Trotz vorhersehbarer Ereignisse bleibt die Serie immer so weit spannend, dass auch am folgenden Tag wieder einige Millionen Deutsche den Fernseher um 19.35 auf RTL stellen.

7. Literarturliste
Molcho, Samy: Körpersprache, Mosaik-Verlag, München, 1983
Noelle-Neumann, Elisabeth; Schulz, Winfried; Wilke, Jürgen: Fischer-Lexikon Publizistik, Massenkommunikation, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt (Main), 1995
Stangl, Anton: Die Sprache des Körpers, ECON Taschenbuch Verlag, Düsseldorf, Wien, 1992
Frehse, Kirsten: Die Entwicklung von täglichen Serien in Deutschland am Beispiel der Produktion der Serie Gute Zeiten, Schlechte Zeiten (Diplomarbeit), 1995
Göttlich, Udo; Nieland, Jörg-Uwe; Schatz, Heribert: Kommunikation im Wandel, Herbert von Halem Verlag, Köln, 1998
Zimbardo, P.G. (Hrsg.): Psychologie, ....-Verlag, Berlin, 1995

1 Als Hauptfigur sollen diejenigen bezeichnet werden, die zum Stammpersonal gehören.

2 Siehe Anlage 1 Geschlechtsspezifik

3 Siehe Anlage 2: Altersspezifik

4 Siehe Anlage 3: Milieu-Zuordnung

5 Siehe Anlage 4: Geschlechtsspezifik

6 Vgl. Abschnitt 3.2. Die Folge: Zwischenbild

7 Siehe Anlage 5: Handlungsorte

8 Siehe Anlage 6 Die Serie

9 Vgl. Abschnitt Handlungsstränge

10 Siehe Anlage 7 Handlungsstränge

11 Siehe Anlage 8: Dialogbeispiel im Rückblick (Folge vom 15.12.1999)

12 Vgl. Molcho: Körpersprache, S. 185 ff

13 Vgl. Stangl: Die Sprache des Körpers, S. 41 ff.

14 Vgl. Abschnitt 3.1.2. Der Rückblick

15 Siehe Anlage 9: Dialogbeispiel im Einstieg (Folge vom 15.12.1999)

16 Zur Vereinfachung wurden alle Handlungsstränge mit einem Substantiv bezeichnet.

17 Als Hauptfigur sollen diejenigen bezeichnet werden, die zum Stammpersonal gehören.

18 Als Nebenfigur sollen diejenigen bezeichnet werden, die nur mit dem jeweiligen Konflikt in der Serie existent sind.

19 Siehe Anlage 10: Handlungsstrangmuster

20 Das entstandene Muster zeigt eindrucksvoll die strenge Strukturierung, die Ausnahmen und Brüche sollen noch begründet werden.

21 Durch dieses Ablaufmuster kommt es notwendigerweise zu 6 Handlungssträngen pro Woche.

22 Das Beschriebene haben mir selbst Personen mitgeteilt, die, nach der Serie befragt, nicht wussten, dass die Folge nach der Werbung noch weitergeht.

23 Vgl. dazu 3-Speicher-Modell von Atkinson & Shiffrin sowie Modell des Arbeitsgedächtnisses nach Baddeley & Hitch, In: Zimbardo

24 Siehe Anlage 11: Cliffhanger

25 Siehe Anlage 12: Der Abspann

26 Vgl. Noelle-Neumann, Schulz, Wilke, (Hrsg.): Fischer Lexikon Publizistik, Massenkommunikation S. 359

http://www.hausarbeiten.de/cgi-bin/superDBdruck.pl/archiv/kw/kw-filmanalyse.shtml