G. Rupp: Literaturverfilmungen. Universität Düsseldorf. Seminar WS: 2000/2001: Filmsprache

 

Einstellung und Kamera

 

 

konventioneller Film

anspruchsvoller Film

Einstellung, Sequenz

Wechsel zwischen kurzen, 5-30‘‘

Sequenzen und Langsequenzen (2,5‘)

keine festgelegte Struktur,

‚Gegenarbeiten‘ gegen

konventionelle Strukturen, d.h.

Kamera

weitgehend festgelegte Kamera-Funktionen, Normalfunktionen,

feste Kamera, Studio-Produktion

 

aufbauend auf Basis-Funktionen

weitere Ausarbeitung von

Funktionen, bes. im Bereich

special effects (Fading,

Tiefenschärfe etc.), wechselnde

Kamera-Techniken,

Außenaufnahmen

 

 

Basis-Funktionen filmsprachlicher Mittel

 

 

Filmsprachliche Mittel

Funktion(en)

Kamera-Einstellungen

Gross, Nah, Detail (z.B. als

Zoom: Wechsel von T in D)

Stärkere Identifikation,

involvement, Dramatik -Spannung

 

Totale

Distanz, Übersicht,

Vergleichsmöglichkeiten

Kamera-Perspektive

Normal

ständige Ausgangsposition

 

Vogel- (Aufsicht)

Objekt wirkt von ‚oben‘ bedroht, wird distanziert betrachtet

 

Frosch- (Untersicht)

Objekt wirkt bedrohlich,

unheimlich mächtig

Kamera-Bewegung

Stand

ständige Ausgangsposition

 

Schwenk

 

Mitgehen mit der Bewegung, bei der Fahrt

 

Fahrt, Zoom

 

stärkste Identifikation

mit bewegtem Objekt

‚special effects‘(SE)

Fade, Schnitt, Nachbearbeitung,

Schärfung

Brechung, Verfremdung,

‚Bewusstmachung‘ des Bildes

 

http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/germ5/seminare/2000ws/rupp/film-filmsprache.pdf