Argumentieren - Rede- und Gesprächsübungen (Sek. II)

 

„Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe haben die von ihnen geforderte Leistung zu erbringen.“

 

Argumente sind über den Satz, die Sprechhandlung und die rhetorische Figur hinausgehende sprachliche Formulierungskomplexe.

 

Argumentieren bedeutet: 

 

     Erklären, warum

     Begründen, nämlich den Wahrheitsanspruch                    

     Rechtfertigen, nämlich den Richtigkeitsanspruch in moralischer, ethischer, ästhetischer u.ä. Hinsicht

 

Argumentation mit dem Ziel:

 

     Akzeptanz von Forderungen

     der Konsensfindung                                     

     der Offenlegung abweichender Positionen                                 

     der Entwicklung tragfähiger Kompromisse

 

argumentative Stützung von Handlungen, Handlungsforderungen mit Argumentationstopoi:

 

     Datentopos = Situationsbeschreibung, individuelle oder reguläre Sachverhalte als Argumente

     Prinzipientopos = Werte, Normen, Prinzipien als Argumente

     Motivationstopos = Situationsbewertungen als Argumente

     Finaltopos = Ziele, Zwecke als Argumente

     Konsequenztopos = positive oder negative Folgen als Argumente

     Relevanztopos = die Bedeutsamkeit und Wirkungsmächtigkeit als Argument

 

Prüfkriterien für Argumente:

 

     Richtigkeit, d.h. sachliche Korrektheit

     Wahrheitswert, d.h. ethische Vertretbarkeit

     Geltungsgrad, d.h. Regelhaftigkeit und Verallgemeinerbarkeit

     logische Korrektheit der Prämissen und Schlussfolgerung

     Stimmigkeit, d.h. angemessener Bezug zwischen Behauptungen/Forderungen/Wertungen und Argumenten

 

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