SPRACHE DER PARAPHRASE

 

„Zwei Formulierungen, die sich in den verwendeten Wörtern oder im Satzbau unterscheiden, sind Para­phrasen voneinander, wenn sie dieselbe Aussage machen.“

   übersetze in deine eigene Sprache

   erkläre dabei die Fremdwörter und Fachbegriffe (im Satz, in Klammern oder als Anmerkung)

   verändere und vereinfache den Satzbau: z.B. Umwandlung von adverbialen Bestimmungen in Gliedsät­ze; Umwandlung von Satzgefügen in mehrere Hauptsätze (Satzreihe) / Vereinfachungen von Wortzu­sammensetzungen (Komposita) / Auflösung von erweiterten Partizipien

   forme Nominalstil in Verbalstil um

      achte darauf, dass der Sinn des Originals erhalten bleibt

      achte darauf, dass du nicht deine Sicht einbaust

      kläre schwierige Stellen aus dem Kontext

      benutze ggf. ein Wörterbuch

   

1.                                           Williams schlug Huber

 a) Williams ohrfeigte. b) Williams besiegte Huber. c) Williams bezwang Huber. d) Huber kriegte von Williams eins drauf. e) Es war Williams, die Huber schlug. f) Williams Schläge trafen Huber. g) Huber musste eine Niederlage gegen Williams hinnehmen. h) Huber bekam von Williams eine Packung. i) Huber musste eine Niederlage gegen Williams einstecken.

► Kommentiere den Unterschied der Varianten

 

 

► Paraphrasiere folgende Sätze:

 

2.                                     Die Frauenfrage

 a) Die die Situation der Frau erschwerenden Lebensbedingungen sind folgende: b) Ihr von zumeist eintöni­ger, sich ständig wiederholender Tätigkeit bestimmter Beruf steht neben der ihr durch die Tradition auferleg­ten Rolle als Hausfrau und Mutter. c) Diese äußerst belastende Doppelrolle zehrt an ihren Kräften.

 

3. a) Unter Berücksichtigung aller Informationen muss man feststellen, dass es die Frauen immer noch nicht geschafft haben, im Beruf gleichgestellt zu werden. b) Es gibt allerdings einige Anstrengungen zur Förde­rung der Frauen. c) Bei der Durchführung von Prozessen vor den Arbeitsgerichten haben die Frauen einige Erfolge erzielt.

 

4. a) Förderung der Frauen ist heute im Öffentlichen Dienst und in den Betrieben angesagt. b) Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht ein großes Unternehmen oder ein Teil des Öffentlichen Dienstes mit der Erklärung, man habe einen Frauenförderplan vereinbart, an die Öffentlichkeit tritt. c) Die Forderungen der Gewerk­schaften gehen nach Fortbildungsveranstaltungen und Vermittlung von Managerinnenkursen. d) Die Sensi­bilisierung für die Arbeitsmarktprobleme und die rollenbedingten Schwierigkeiten der Frauen scheint sich allmählich als ein Prozess zu entwickeln, von dem es keine Umkehr mehr gibt. e) Mit dem Blick auf die politischen Programme der Parteien ist zu sagen, dass die Herstellung von mehr Chancengleichheit durch Frauenförderung im Willen aller Parteien liegt. f) Und auch die auf Bundes und Länderebene Regierenden sind sich ihrer Verantwortung in diesem Punkt bewusst. g) Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auch in der Schule. h) Dort soll den jungen Frauen das Blickfeld geöffnet werden für zukunftsträchtige Berufe im Um­weltbereich, in den neuen Technologien oder im über Nachwuchsmangel klagenden gewerblich-technischen Bereich.

 

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